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Trans Bayerwald-Wegepate

Interview mit Berthold Rauch

Am Dreisesselgipfel berichtet Berthold Rauch von seiner Arbeit als Wegepate auf der Trans Bayerwald.
Er gehört zu den über 30 Ehrenamtlichen, die die Beschilderung kontrollieren und die Strecke regelmäßig auf Schäden prüfen.

Mit Blick in die Ferne erzählt er vom benachbarten Hochstein. Dieser ist zwar etwas niedriger als der Dreisessel, bietet aber eine außergewöhnliche Aussicht.
Der 360-Grad-Rundumblick vom Hochstein ist gigantisch. Am Hochstein sieht man bis zum Lusen und bei gutem Wetter hat man sogar ein Blickfeld bis zu den Alpen“, sagt Rauch.

Auch die Felsformationen am Dreisessel sind bemerkenswert.
„Der sogenannte Wollsackgranit ist typisch für den Bayerischen Wald. Wenn man die Felsformation anschaut, denkt man, dass es nicht natürlich sein kann, aber genau diese Formation ist typisch für den Bayerischen Wald“, erklärt er.

Rauch weist auch auf eine Trailabfahrt hin, die nach Kohlstattbrunn führt – einem besonderen Wallfahrtsort.
Dort entspringt ein Quellwasser, dem seit jeher heilende Wirkung nachgesagt wird und das heute Wanderern und Bikern willkommene Erfrischung bietet.

Ein weiteres Highlight entlang der Strecke ist das verlassene Dorf Leopoldsreut.
Es wurde im 16. Jahrhundert als Mautstelle am Goldenen Steig gegründet und später zu einer kleinen Siedlung.
„Das Dorf besteht eigentlich nur noch aus dem alten Schulhaus und der Kirche, über die es auch eine sehr schöne Dokumentation und eine Bildergalerie gibt. Man muss diesen Punkt unbedingt mitgenommen haben und man sollte sich die Zeit nehmen, um die Werke anzuschauen, die das Leben und Schaffen der Leute damals in Leopoldsreut zeigen – echt sehenswert“, betont Rauch.

So verbindet er seine Rolle als Wegepate mit einem reichen Wissen über Natur und Geschichte des Bayerischen Waldes – und macht deutlich, dass eine Tour auf der Trans Bayerwald weit mehr ist als nur eine sportliche Herausforderung.