Interview mit Dr. Stefanie Buchhold
Hoch über der Altstadt von Passau thront die imposante Veste Oberhaus.
Von hier aus kann man das berühmte Drei-Flüsse-Eck sehen, wo Donau, Inn und die kleine Ilz zusammenfließen – ein einmaliger Ausblick, den Besucher aus dem Aussichtsturm und dem Museum genießen können.
Dr. Stefanie Buchhold, die Museumsleiterin, erzählt von der bewegten Geschichte der Veste.
Gegründet im Jahr 1219 als Trutzburg der Fürstbischöfe, diente sie jahrhundertelang der militärischen Kontrolle. Später wurde sie zum Schloss ausgebaut, dann aber als Militärgefängnis genutzt – unter den Gefangenen war sogar Charles de Gaulle. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm der Bayerische Staat die Anlage, richtete eine Landwirtschaftsschule ein, bis die Passauer Bürger die Veste schließlich kauften, um sie als Museum und Kulturstätte zu nutzen.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Veste als Lazarett und Parteischule, bevor 1952 das Oberhausmuseum eröffnet wurde.
Heute ist die Veste Oberhaus ein lebendiger Ort für Kunst, Kultur und Veranstaltungen – von den Burgenfestspielen im Sommer bis zu Weihnachtsführungen.
Besonders stolz ist Dr. Buchhold auf die mittelalterlichen Tafelgemälde, die zu den künstlerischen Schätzen der Sammlung zählen.
So verbindet die Veste Oberhaus auf spektakuläre Weise Geschichte, Kultur und Aussicht – ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll aufeinandertreffen.