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Pfahl am großen Michelbach

Bote des Erdaltertums. Der Pfahl ist ein mit Quarz und Schiefer gefüllter "Riss" im Gebirgsgrund des Bayerischen Waldes. Über 150 km erstreckt sich dieses Kunstwerk der Natur von Schwarzenfeld in der Oberpfalz bis nahe Linz in Oberösterreich.

Entstehung

  • Gegen Ende des Erdaltertums traten vor etwa 275 Millionen Jahren die größten Bewegungen in dieser Störungszone auf.
  • Damals wurde der gesamte Vordere Bayerische Wald um mehrere hundert Meter gegenüber dem Inneren Bayerischen Wald angehoben.
  • Die Bayerwaldgesteine wurden dabei wie zwischen Mühlsteinen in feinste Mineralkörner zerrieben. Die Urgesteine wandelten sich bei einer Temperatur von über 300 Grad Celsius in eine neue Gesteinsart um. Aus grobkörnigen, hellen Gneisen und Graniten entstanden so die feinkörnigen, dunklen Pfahlschiefer. Der gegenüberliegende Felsriegel besteht aus diesem Pfahlgestein. Verwitterung und Abtragung hat diesen Pfahlschiefer im Lauf der Jahrmillionen freigelegt.
  • Die blaugraue Grundfarbe des Gesteins stellt eine regionale Besonderheit dar. Sie wird vor allem durch das eisenhaltige Mineral Chlorit verursacht, das den sonst grünbraunen Pfahlschiefer verfärbt.

Die Pfahlfelsen

  • dienten manchen Burgen und Schlössern als erhabene Warte.
  • Das Schloss Wolfstein in der Stadt Freyung ist auf einem Felsen aus Pfahlquarz gebaut.
  • Mancherorts zeigt sich der Pfahl als weißes Quarzfelsenriff. In Sagen werden die bizarren Felsenzüge als der "gezackte Kamm eines Drachen" beschrieben, der im Erinnern ruht.
  • Mit 753 m erreicht der Pfahl auf der Burgruine Weißenstein bei der Kreisstadt Regen seinen höchsten Punkt.

Gesteinsarten

  • Der Gneis: Gneise sind u. a. aus bis zu einer Milliarde Jahre alten Meeresablagerungen entstanden. Unter großem Druck in einer Tiefe von bis zu 15 km und bei Temperaturen von z. T. über 600 Grad Celsius haben sich diese stark verändert. Augenfällig ist ihr gebändertes Aussehen.
  • Der Granit: Glutflüssige Gesteinsschmelzen erstarren weit unter der Erdoberfläche und bilden beim Erkalten das Tiefengestein Granit. Seine Bestandteile sind die Minerale Feldspat, Quarz und Glimmer. Diese sind ungerichtet im Gestein verteilt.

Karte

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