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Naturführer

Interview mit Woid Woife

Unterhalb des Arbergipfels, im Naturpark Bayerischer Wald, treffen wir den Woid Woife.
Mit seiner Leidenschaft für den Wald und den Tieren ist er weit über die Region hinaus bekannt. 

Auf einer seiner Wanderungen erklärt er, was das Arbergebiet so besonders macht – und wie wichtig es ist, sich hier rücksichtsvoll zu verhalten.

Das Hochplateau beeindruckt durch seine Vielfalt: Sumpfgebiete, trockene Fichtenwälder und alte Buchenbestände wechseln sich ab.
Diese abwechslungsreiche Landschaft bietet vielen Tierarten einen Lebensraum – darunter auch das Auerhuhn, das als Juwel des Arbergebiets gilt.
„Der Auerhahn ist unser Wappenvogel. Jeder sollte eigentlich stolz sein, dass wir ihn hier haben dürfen“, betont Woife.

Damit das so bleibt, sind bestimmte Schutzzonen eingerichtet.
Besonders sensibel ist die Zeit von Anfang November bis Ende Juni. In dieser Phase, wenn die Tiere überwintern und ab dem Frühjahr balzen, können Störungen fatale Folgen haben.
„Wenn man den Auerhahn in dieser Zeit wirklich stört, kann es sein, dass er wegfliegt und nicht mehr wiederkommt“, erklärt Woife.
Wer die Schutzzeiten beachtet und auf den Wegen bleibt, hilft entscheidend mit, die Tiere zu schützen.

Doch nicht nur Rücksicht auf Tiere ist wichtig. Auch das eigene Verhalten prägt die Naturerfahrung.
Leise unterwegs sein, den Müll wieder mitnehmen und den eigenen „Fußabdruck“ so klein wie möglich halten – das sind für Woife die Grundlagen.
„Wer sich an dem Kleinen nicht mehr erfreuen kann, der hat das Große überhaupt nicht verdient“, sagt er.

Und so lohnt es sich, beim Unterwegssein auch die Details am Wegesrand wahrzunehmen: den leuchtend blauen Herbstenzian, die Spuren eines Eichhörnchens oder das Zwitschern einer Blaumeise.
Es sind diese kleinen Entdeckungen, die den Wald besonders machen – und die, so der Woid Woife, das Herz öffnen für die Schönheit des Einfachen.