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Bergwerksführer Graphitwerk Kropfmühl

Interview mit Johann Windpassinger

In Hauzenberg, mitten im Bayerischen Wald, liegt das Graphitwerk Kropfmühl, ein Ort voller Geschichte und Technik.
Johann Windpassinger, ein leidenschaftlicher Bergwerksführer, empfängt die Besucher mit einem herzlichen „Glückauf!“ – ein Gruß, der einst den Bergleuten galt, damit sie sicher und glücklich zurückkehren.

Früher suchten Bauern und Bergleute hier mühsam nach Graphit, gruben meterweise tief in den Boden und hofften, die wertvolle Kohlenstoffschicht zu finden.
Heute geht das gezielter: Mit modernen Bohrungen bis 500 Meter Tiefe kann genau überprüft werden, wo sich das Graphit befindet.

Graphit selbst ist faszinierend aufgebaut: Schicht für Schicht, fast wie zusammengedruckte Blätter Papier.
Früher war seine Nutzung bescheiden, heute jedoch ist er ein wichtiger Rohstoff für Batterien, Halbleiter und E-Mobilität – ohne Graphit würden moderne Technologien nicht funktionieren.

Im Werk Kropfmühl wird das Graphit veredelt und für die Kunden vorbereitet. Mit der Flotation, einer Methode, die vor Jahrzehnten von Adolf Bessel und seinem Bruder erfunden wurde, wird das Graphit vom Nebengestein getrennt und mit Wasser weiterverarbeitet – Wasser, das aus 270 Metern Tiefe hochgepumpt wird.

Johann erzählt stolz von der Entwicklung des Werks: Vom einfachen Schürfen durch Bauern bis zur Feier des 100-jährigen Jubiläums im Jahr 2016, als Besucher aus aller Welt kamen.
Heute ist Kropfmühl ein moderner Betrieb, der Geschichte, Tradition und Technologie verbindet – und dabei den tiefen Schatz des Bayerischen Waldes behutsam ans Licht holt.