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Wolfauslassen im Klosterort Rinchnach

Rinchnach ist die Hochburg der Wolfauslasser! Das Brauchtumsspektakel findet alljährlich im November "an Martini" im Klosterort Rinchnach statt und ist schier unbeschreiblich und sicherlich weltweit einzigartig.

Das große Wolfauslassertreffen am 10. November, ist schon in der Nachkriegszeit entstanden und ist seither ein fester Bestandteil im Kulturprogramm der Gemeinde Rinchnach. Seit 28.06.2009 ist Rinchnach auch Weltrekordhalter im Wolfauslassen und hat mit 1.370 "Kuh-Glocken", die alle gleichzeitig geläutet worden sind, einen Fabelrekord aufgestellt. Außerdem gibt es in Rinchnach die größte Sammlung mit fast 500 alten Kuhglocken.

Jährlich am 9. November

  • melden sich die Wölfe in den verschiedenen Orten der Gemeinde an. Die jungen Burschen und auch ältere Männer, schnallen sich am vereinbarten Treffpunkt ihre Glocken um die Hüften und stellen sich in 3er oder 4er Reihen auf. Nachdem so das ganze Dorf abgeerntet wird, und die Geldbörse des Wolfes voll ist, kehrt man zur Stärkung in das örtliche Wirtshaus ein.
  • Nach einer Maß Bier oder nichtalkoholischen Getränken und einer Brotzeit, geht's aber gleich wieder ans Werk. Der Wolf präsentiert sich den Gästen im Dorfwirtshaus. So wird bis in die frühen Morgenstunden der Wolf für den kommenden großen Tag der Wolfauslasser angemeldet.

10. November - Der Abend vor Martini

  • Großes Wolfauslassen im historischen Ortskern von Rinchnach
    Man trifft sich wieder am Ausgangspunkt. Heute geht's ins Klouster (nach Rinchnach) in die Hochburg der Wolfauslasser. Wieder werden die Glocken umgeschnallt und der Hirte gibt den Befehl zum Aufbruch. Der Wolf läutet noch einmal durch die Dorfstraße, die Goaßlschnalzer zeigen ein letztes Mal im eigenen Dorf ihr Können. Nach einem Marsch von 2 bis 3 km treffen die Wölfe in Rinchnach ein.
  • ab 18:30 Uhr: Immer zwei Wolfauslassergruppen aus den verschiedenen Ortsteilen läuten in den Ortskern ein und präsentieren sich den Besuchern: Ried, Klessing - Rinchnach, Hinterklessing - Kandlbach, Unterasberg - Gehmannsberg, Kasberg - Wolf mit alten Glocken - Grub, Widdersdorf - alle auswärtigen Gruppen.
  • um 21:15 Uhr: Als krönender Abschluß ist ein gemeinsamer Auftritt aller Wölfe im Ortskern. Nach der eindrucksvollen Zeremonie am Dorfplatz (mit über 500 Wolferer), läutet man die Gasthäuser und Säle im Klosterort ab und stellt sich überall vor. Das Geläut ist ein Höllenspektakel bei dem ein unvorstellbarer Lärm entsteht. Zwischen dem Geläute findet man gerade genug Zeit um den verlorenen Schweiß durch eine Maß Bier zu ersetzen und sich mit einer kräftigen Brotzeit zu stärken.

11. November - Martinstag

  • in den frühen Morgenstunden: Erschöpft und mit blaugeschlagenen Oberschenkeln, freuen sich die Wolferer nach der wohl härtesten, aber auch schönsten Nacht des Jahres auf ein wohlverdientes Kesselfleisch, das die arg strapazierten Muskeln wieder stärken soll.
  • Dann lösen sich die Gruppen allmählich auf und das Wolfauslassen findet ein stilles Ende.
  • Nur noch vereinzelt hört man ein paar nimmermüde Wolfauslasser, die wie jedes Jahr wohl auch heuer erst am Abend des Martinitages ihre Glocken nach Hause schleppen und bis zum nächsten Jahr auf dem Dachboden aufhängen.

Wissenswertes zum Wolfauslassen:

Karte

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