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Prasily im Sumava

Prášily (Stubenbach), ist eine Gemeinde im Okres Klatovy (Bezirk Klattau) im Nationalpark Šumava (Böhmerwald).

Lage

  • 18 km südwestlich von Sušice (Schüttenhofen), 13 km Luftlinie von Bayerisch Eisenstein (mit dem Auto doppelt soweit) und 15 km nordöstlich der Glasstadt Zwiesel im Bayerischen Wald.
  • Südwestlich von Prášily liegt am Gsenget der Wandergrenzübergang Prášily/Scheuereck nach Bayern.

Sehenswürdigkeiten

  • Im Jahr 2000 wurde auf dem Gemeindegebiet das archäologische Freilichtmuseum Archeopark Prášily errichtet, das die Besucher mit dem Leben der Kelten auf tschechischem Gebiet bekannt macht.

Naturerlebnis

  • Die Gemeinde breitet sich von beiden Ufern des Prášilský potok (Stubenbach) aus.
  • Zur Gemeinde gehören die Berge Plesná (Lackenberg, 1.337 m) und Poledník (Mittagsberg, 1.315 m).
  • Unweit befinden sich zwei Seen, der Prášilské jezero (Stubenbacher See) und der Jezero Laka (Lackensee).
  • Am östlichen Fuße der Ždánidla (Steindlberg, 1.309 m) im Tal des Prášilský potok (Stubenbach).

Nachbarorte

  • Im Nordosten Hartmanice (Hartmanitz), im Osten Srní (Rehberg), im Südosten Modrava (Mader).
  • Im Süden Buchenau und im Südwesten Spiegelhütte (Gemeinde Lindberg im Bayerischen Wald).
  • Im Westen Železná Ruda (Markt Eisenstein) und im Nordwesten Nová Hůrka (Neuhurkenthal).

Entstehung, Glasgeschichte und Papierherstellung

  • 1749: Der ursprüngliche Name "Gattermayerova Hut" (Gattermayers Hütte) leitet sich von einer Glashütte ab, die in der ersten Hälfte des 18. Jh. (Lorenz Gattermayer gründete sie) entstanden ist.
  • Danach produzierten zwei Glashütten mit Schleifereien in Prášily.
  • Nach und nach kamen noch zwei weitere Hütten dazu, Nová Studnice (Neubrunn) und Zelená Hora (Grünberg).
  • Das Spiegelglas aus Prášily war von sehr hoher Qualität und konnte damals sogar mit Venedig konkurrieren.
  • Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage mußte Gattermayer sein Gut an Graf Kinsky verkaufen, der die Spiegelglashütten an Christian Ferdinand Abele verpachtete.
  • 1799-1801: Das Aus für die Glashütten von Prášily brachte der Bau des Vchynicko-Tetovský plavební kanál (Chinitz-Tettauer Schwemmkanal), der auf Veranlassung des neuen Gutsbesitzers, Graf Josef Schwarzenberg gebaut wurde.
  • 1918: Der aus Tachov (Tachau) stammende Kaspar Eggerth, kaufte die leer stehenden Schleifereien, um Produktionsstätten für Papier einzurichten. Wie vorher die Glasproduktion, so erreichte auch die Papierherstellung weltweite Erfolge. Papier aus Prášily, wurde sogar auf der Weltausstellung in London und Paris präsentiert.
  • Der schleichende Verfall der Papierproduktion begann 1918.
  • 1933: Im Mai, fand in einem tragischen Feuer die letzte Papierfabrik dieser Art, geführt von Marie Eggerth-Böhm ihr Ende.

Wissenswertes

  • Einwohnerentwicklung: Im Jahre 1937 lebten in Prášily etwa 1.000 Menschen. Heute sind es noch 170 Bewohner.
  • Fläche: 117 km² (die größte Gemeinde in der Tschechischen Republik).
  • Höhenlage: ca. 850 m ü.NN

HINWEIS: In Klammern (...) finden Sie die deutschen Bezeichnungen!

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