Zum Content springen Zur Navigation springen

Achtung!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte updaten Sie ihren Browser um die Usability zu verbessern.
schließen
zurück

Glashütten-Geschichte Neureichenau

Die Reichenau hat ihren Namen vom Glasmeister Achatz Reichenberger.

So entstanden die Ortsnamen: Neureichenau und Altreichenau

In Oberreichenau stand seine Glashütte und in Unterreichenau baute der Hüttenmeister seinen Herrensitz und sein Bauerngut. Daher kommen auch die Namen Althüttn und Neuhüttn, woraus sich später die Ortsnamen Neureichenau und Altreichenau entwickelten.

Die Reichenberger-Ära

  • um 1610: Freiherr Heinrich von Salburg (Grundherr von Rannariedl), erteilte Achatz Reichenberger die Genehmigung, die Glashütte zu Oberreichenau, dem heutigen Altreichenau zu errichten.
    In der Reichenau ließ Achatz Reichenberger Fensterscheiben, Hohlglas als Trinkgeschirr und vor allem Glasperlen für Rosenkränze die sogenannten Bettl produzieren. Reichenberger war ein hart arbeitender Mann, der weitere Glashütten in den Wäldern um den Dreisessel und im Schwarzenbergischen unterhielt.
  • 1649: Achatz Reichenberger starb, wahrscheinlich an der damals herrschenden Pest. Nach seinem Tod übernahm seine Frau Agnes mit den Söhnen Achatz, Adam und Georg die Glashütte.
  • 1645: Agnes Sohn Christoph Reichenberger kam in die Reichenauer Hütte, er war bis dahin Besitzer und Hüttenmeister zu Sonnenschlag. Nur noch wenige Jahre war die Hütte in Besitz von Christoph Reichenberger.
  • 1661: Christoph Reichenberger verkaufte die Hütte an den Jandelsbrunner Richter Hans Adam Göschl.

Die Göschl-Ära

  • Hans Adam Göschl baute in Neureichenau eine Neue Glashütte und verlagerte die Glasherstellung in die untere Reichenau, während er die Altreichenauer Hütte unbewirtschaftet stehen ließ. Das heutige Rathaus und der Rathausvorplatz stehen auf dem ehemaligen Standort dieser Glashütte.
  • 1673: Als angesehener Richter starb Hans Adam Göschl.
  • 1674: Sohn Johann Paul Göschl übernahm die Hütte in Neureichenau.
  • 1699: Johann Paul Göschl starb nach einem arbeitsreichen Leben.
  • 1701: Sohn Johann Georg Göschl übernahm den Hüttenbetrieb mit allen Rechten und Gründen, Haus, Hof und Mühle. Mit ihm sollte die Glaserzeugung in Neureichenau eine letzte Blüte erleben.
  • 1742: Johann Georg Göschl starb im Alter von 64 Jahren.
  • 1745: Sohn Rudolf Göschl übernahm die Anwesen. Rund um Neureichenau und Duschlberg waren die Wälder zum größten Teil abgerodet, der Absatz ging zurück und Rudolf war nicht der beste Wirtschafter.
  • 1771: Sein Sohn Franz Ignaz Göschl bekam nach dem Tod von Rudolf Göschl ein zwar noch großes Gut übergeben, die Glashütte war jedoch schon stark abgewirtschaftet. Diese verlagerte er teilweise an ihren eigenen Wald nach Südosten an den Spillerberg. Er baute einen Kanal in dem er den Spillerbach anzapfte und betrieb am Ostrand des Spillerberges eine Glashütte.

Quelle: Auszüge aus dem Heimatbuch von Neureichenau!

Karte

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.